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Die Sache mit der Selbstliebe

Selbstliebe – viele sprechen darüber, wie wichtig sie ist – und mindestens genauso viele halten sich nicht dran. Selbst wenn wir glauben, wir würden uns „selbst lieben“, zeigen wir es uns oft viel zu selten. Wir versuchen unseren Alltag zu meistern, 100.000 Dinge in 24 Stunden zu quetschen, jedem zu gefallen.

Warum eigentlich? Weil die Gesellschaft das so will? Weil uns beigebracht wurde, immer unser Bestes zu geben? Dass selbst unser Bestes manchmal nicht genug sei? Weil wir funktionieren müssen, um in dieser Gesellschaft zu überleben?

Zwischen all diesen Normen, Erwartungen und dem Druck vergessen wir oft das Wichtigste im Leben: uns selbst. Wir achten nicht darauf, genug zu schlafen, stopfen aus Zeitmangel Fastfood in unseren Körper und setzen Überstunden vor Dinge wie Freunde, Freizeit oder Sport. Auch ich habe das lange so gemacht und ertappe mich nach wie vor dabei, Alles und Jeden vor mich selbst zu stellen. Das ist falsch.

Wenn wir nicht auf uns selbst achten, wie sollen wir dann überhaupt wissen, wer wir sind oder was uns ausmacht? Nur wer sich dessen bewusst ist, kann Jedem zeigen, was in ihm steckt. Nur, wer mit sich selbst im Reinen ist, kann sich in Stresssituationen oder unter Druck beweisen. Und nur wer sich selbst liebt, kann auch jemand anderen lieben.

Nein zu sagen ist nichts Schlimmes!

Doch so schön sich das alles anhört, der Alltag sieht oft anders aus. Meist ist man froh, abends einfach nur noch ins Bett zu fallen, macht schon Pläne was am nächsten Tag alles ansteht. So ist es zumindest oft genug bei mir. Wie soll man da noch daran denken, Zeit für sich selbst aufzubringen? Ganz einfach: indem man einfach mal „Nein“ sagt.

Wenn man mal einen Abend für sich haben möchte, ist es keine Schande, den Freunden die fragen, ob man mit auf die Party oder ins Restaurant kommt, „Nein“ zu sagen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, dem Kollegen auf die Frage, ob man diese Aufgabe auch noch erledigen könnte, mit „Nein“ zu antworten. Es zeugt nicht von Egoismus oder Arroganz, der Familie einen Gefallen mit den Worten „Nein tut mir Leid, diesmal nicht“ abzuschlagen, wenn man genau weiß, dass man dafür die nächste Nacht durchmachen oder andere Dinge hintenanstellen müsste.

Traut euch auch mal „Nein“ zu sagen. Seit achtsam. Helft da, wo ihr helfen könnt. Seid hilfsbereit, solange es in euren Möglichkeiten liegt. Gebt alles, was ihr geben könnt, ohne euch selbst zu verlieren. Aber: besteht darauf, Zeit für euch selbst zu haben. Dinge zu tun, die ihr liebt. Die euch guttun und glücklich machen – und zwar nur euch selbst, nicht euer Umfeld.  

Wir haben nur dieses eine Leben und diesen einen Körper. Darin sollten wir die meiste Arbeit und Energie stecken, in nichts anderes. Und glaubt mir, selbst wenn es so scheint, als würdet ihr weniger Zeit in „die wichtigen Dinge des Lebens“ investieren, werdet ihr mehr schaffen. Weil ihr glücklicher seid.

#heartwords #Selbstliebe

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