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Heart-Trips: Ein Wochenende in Brüssel

Das Wort Städtetrip verbinden viele sofort mit Rom, Mailand, Paris oder anderen bekannten Großstädten. Alles wunderschöne Städte. Doch manchmal sind es die Underdogs unter den Reisezielen, die einen überraschen. Brüssel stand zum Beispiel nie ganz oben auf meiner Reiseziel-Liste. Nicht weil ich nicht hin wollte – ich hatte die Stadt einfach nicht auf dem Schirm. 

So brauchte es also eine Überraschungsreise zu Weihnachten, um mir zu zeigen, wie schön Belgiens Hauptstadt ist. Und wie perfekt sie sich für einen Wochenendtrip eignet.

Be there in a heartbeat

Der erste Vorteil beginnt noch bevor ihr auch nur einen Fuß auf Brüssels Boden gesetzt habt. Aus den meisten deutschen Städten ist man nämlich unfassbar schnell in Brüssel. Kommt ihr zum Beispiel aus Köln, setzt ihr euch am Hauptbahnhof in den Zug und seit in weniger als zwei Stunden am Ziel angekommen. Ergo: mehr Zeit, um die Stadt zu erkunden. Eine Fahrt mit der Bahn ist außerdem oft günstiger als ein Flug und sehr viel unkomplizierter. Keine Gepäckaufgabe, kein rennen durch Sicherheitskontrolle, Duty Free und co. und ihr kommt direkt mitten im Geschehen an. Aber auch mit dem Auto seid ihr von den meisten Startpunkten super schnell in der Hauptstadt angekommen.

Stay in the heart of town

Angekommen in Brüssel könnt ihr die meisten schönen Spots ganz einfach zu Fuß erreichen. Schaut einfach, dass ihr ein Hotel, Hostel oder AirBnB in der Innenstadt bekommt. Klar gibt es auch viel außerhalb der Innenstadt zu entdecken, wie zum Beispiel das Atomium, eines der Wahrzeichen der Stadt. Die meisten schönen Spots sind jedoch wirklich mitten im Zentrum, sodass sich eine Bleibe dort deutlich mehr lohnt, als für ein paar Sehenswürdigkeiten außerhalb zu wohnen. 

Uns hat es in das schöne Art de Sejour verschlagen. Das Bed and Breakfast liegt etwas versteckt in einer Seitengasse. Hinter der großen roten Tür verbirgt sich ein wahres Paradies, welches man von außen garnicht vermuten würde. Gastgeber Mario begrüßt euch, als wärt ihr bei einem Freund zu Besuch und gibt euch direkt wertvolle Tips für euren Besuch. Einen leckeren Kaffe, angenehme Gespräche und ein paar Scherze mit niederländisch-französischem Charme gibt es zur Begrüßung ganz selbstverständlich mit dazu.

Im Zimmer angekommen erwartet euch eine stilvolle Einrichtung gepaart mit vielen kleinen Details, die den Aufenthalt mehr als angenehm machen. Sei es die leckere belgische Schokoladenkugel, eine Kaffeemaschine oder das kleine Lavendel-Kissen auf dem Kopfkissen, welches seinen wohltuenden Duft im Raum verbreitet. Der barocke Kamin und ein urgemütlicher Sessel machen den Raum auf eine ganz spezielle Art und Weise einzigartig. Am nächsten Morgen gibt es dann ein leckeres Frühstück nach euren Wünschen – selbstverständlich von Mario höchstpersönlich für euch zubereitet. Ein echter Geheimtipp.

Discover heart-places

Diesen kleinen idyllischen Hinterhof haben wir gefunden, nachdem wir in eine kleine Gasse abgebogen sind – um die Ecke zu schauen lohnt sich in Brüssel also sehr!

In Brüssel selbst gibt es unheimlich viel zu entdecken. Was jedoch an dieser Stelle gesagt sein sollte: Ein Wochenende reicht völlig! Wenn ihr eure Tage wirklich nutzt und herumlauft, würde meiner Meinung nach bei mehr Zeit schnell Langeweile aufkommen. Natürlich kann man sich alles nochmals ganz genau anschauen, Museen besuchen etc., doch dieser Städtetrip ist ideal für eine kurze Zeit.

Ich könnte euch jetzt unheimlich viele schöne Spots und Tipps aufzählen, das würde jedoch den Rahmen deutlich sprengen. Und seien wir ehrlich, wofür gibt es Stadtführer und Bewertungsportale. Ein paar Dinge möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten, weshalb ich euch nun meine Top 5 vorstellen möchte:

1) Imposante Fassade

Dieser Tipp ist nicht wirklich ein Insider aber trotzdem meiner Meinung nach sehr nennenswert. Der Königliche Palast mitten im Zentrum wirkt schon von weitem sehr majestätisch und versprüht eine ganz spezielle Stimmung. Ohne es zu merken, verfällt man in eine Mischung aus Staunen über diesen einzigartigen Bau und Neugier, was wohl hinter den Mauern und Türmen vor sich geht. Vor den Schlossmauern schimmert das große, schwarz-goldenen Tor in der Sonne und lässt einen Blick auf die millimeter genau geschnittene Gartenanlage zu.

An dieser Stelle: mal ehrlich, da muss doch wirklich Tag für Tag jemand mit der Nagelschere dran, damit das grüne Wirrwarr zu diesen exakten Figuren und geometrischen Formen wird, oder?

Wenn ihr ganz viel Glück habt und zur rechten Zeit da seid, könnt ihr auch die Wachen bei ihrem Wachen-Wechsel beobachten oder wie wir, sie dabei beobachten, wie sie einen Ausflug der königlichen Bewohner vorbereiten. Auf jeden Fall sehr sehenswert.

2) Kleine  Gassen und versteckte Kunst

Während man so durch Brüssel läuft, gibt es unzählige Möglichkeiten einfach mal links und rechts abzubiegen und ohne es zu erwarten in unheimlich niedlichen und schönen Seitengassen zu landen. Mal mit kleinen Geschäften, mal mit Kunst gespickt und mal geht es einfach in eine kleine Wohnsiedlung mit schönen kleinen Balkonen und Geschichten die in der Luft liegen.

Hier findet man auch unheimlich viel großartige Street-Art, die es vollkommen wert ist gesehen zu werden. Mein Lieblingsstück war diese junge Dame auf einem Garagentor:

– wer weiß vielleicht findet ihr sie ja auch, wenn ihr mal nach Brüssel kommt. Schreibt mir das dann auf jeden Fall in die Kommentare:)

3) Einzigartige Aussichten

Ein wunderschöner Ort zum durchatmen, Pause machen und beobachten ist der mont des artes, auch Kunstberg genannt.  Rund um diesen Spot herum versammeln sich Museen, Galerien und kleine Läden die zum Stöbern einladen. Auf dem „Berg“ (eigentlich ist es eher ein Hügelchen) angekommen, könnt ihr dann eine tolle Aussieht über Brüssel genießen. 

Am Fuße dieses Aussichtspunkt befindet sich dann der Albertinagarten mit einer wahren Blütenpracht im Sommer. Doch sogar im Winter bildet das angepflanzte Immergrün eine wunderschöne Kulisse. Umrahmt wird das ganze von kleinen Alleen, Bänken die zum Verweilen einladen und dem großen Springbrunnen der friedlich vor sich hin plätschert.

4) Goldglitzerndes Spektakel

Der nächste Tipp ist nichts für diejenigen von euch, die nicht gerne inmitten vieler Menschen sind. Auf dem Grand Place sammeln sich nämlich Tag und Nacht unfassbar viele Touristen, um die goldenen Fassaden der „guildhouses“ zu betrachten, shoppen zu gehen oder einfach nur um das bunte Treiben zu beobachten. An dieser Stelle sei euch von jemandem, der die typischen Touristen Spots eigentlich überhaupt nicht mag gesagt: völlig zurecht!  Es ist ein faszinierender Anblick, wie sich die Sonne in den goldenen Fassaden spiegelt und man sich von weitem in einem richtigen „Goldmeer“ zwischen den barocken Fassaden verlieren kann.

5) Kleine Auszeiten

Ein letzter Tipp kommt vom kleinen Naturfreak in mir: Immer wieder finden sich in Brüssel kleine Parks und Parkanlagen. Dort lohnt sich ein gemütlicher Spaziergang. Im Park de Bruxelles zum Beispiel wirkt es fast surreal ruhig, ist man doch eigentlich inmitten einer pulsierenden Hauptstadt. Im Park zwitschern die Vögel vor sich hin und die teilweise fast unberührte Natur umhüllt euch mit purer Ruhe. Mein Lieblingsort im Park de Bruxelles ist auf jeden Fall ein grün-goldener Pavillon, mitten im Park. Offiziell wird er als „Bandstand“ bezeichnet und stammt von Jean-Pierre Cluysenaar. Super zum Pause machen und perfekt für ein schönes Foto.

Auch mitten in der Stadt lassen sich immer wieder kleine Parkanlagen finden. Hier ist mein persönlicher Geheimtipp der jardin du petit sablon. Jede der Stauten und Säulen rund um das große Denkmal hat ihre eigene Geschichte und lädt zum grübeln und recherchieren ein. Währenddessen hat man eine wundervolle Sicht auf die Notre dame du Salon, die sich direkt hinter dem kleinen Garten befindet. Und auch hier ist man wieder „mitten im Trubel fernab vom Trubel“.

Falls ihr es bis hierhin noch nicht gemerkt haben solltet – ich bin nach diesem Trip ein richtiger Brüssel-Fan geworden und zähle die Stadt zu meinen absoluten Geheimtipps in Sachen Städtetrip. Wer weiß, vielleicht entscheidet ihr euch ja auch bald mal für eine Reise dorthin.

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